Ertragslage

DEUTZ-Konzern: Umsatz

Grafik: Umsatz

Umsatz leicht über Vorjahr

Im Geschäftsjahr 2016 erlöste DEUTZ 1.260,2 Mio. € und damit 1,0 % mehr als im Vorjahr, als der Umsatz bei 1.247,4 Mio. € lag. Damit haben wir unsere im Geschäftsbericht 2015 veröffentlichte Prognose erfüllt. Wir waren von einem stagnierenden bzw. allenfalls leicht wachsenden Umsatz ausgegangen. Hierbei ist der Durchschnittspreis der verkauften Motoren weiter angestiegen.

DEUTZ-Konzern: Konzernumsatz nach Quartalen

Grafik: Konzernumsatz nach Quartalen

Unterjährig war die Entwicklung uneinheitlich: Lag der Umsatz im ersten und zweiten Quartal jeweils unter dem Vorjahreswert, konnte er diesen im dritten Quartal deutlich übertreffen. Im vierten Quartal erlösten wir 314,7 Mio. € und damit 2,0 % mehr als im Vorjahr und 4,5 % mehr als im Vorquartal. Das zweite Quartal 2016 war mit einem Umsatz von 344,2 Mio. € wie im Vorjahr das stärkste Quartal.

DEUTZ-Konzern: Umsatz nach Anwendungsbereichen

Grafik: Umsatz nach Anwendungsbereichen

In der Betrachtung nach Anwendungsbereichen ergibt sich ein differenziertes Bild: Die zuvor unter Mobile Arbeitsmaschinen zusammengefassten Anwendungsbereiche Baumaschinen und Material Handling legten um 4,6 % bzw. 0,3 % zu. Auch die Landtechnik und das Servicegeschäft konnten ihre Umsatzerlöse um 10,8 % bzw. 3,2 % steigern. Die Anwendungsbereiche Automotive und Stationäre Anlagen gaben hingegen um 12,2 % bzw. 17,3 % nach.

DEUTZ-Konzern: Umsatz nach Regionen

Grafik: Umsatz nach Regionen

In der regionalen Betrachtung lag der Umsatz in unserer Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) mit 872,7 Mio. € 3,3 % über Vorjahr. In der Region Amerika sind dagegen mit 239,6 Mio. € 13,0 % weniger erlöst worden als im Vorjahr. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete aufgrund neuer Kundenprojekte mit Umsatzerlösen von 147,9 Mio. € erneut eine zweistellige Zuwachsrate von 15,9 %.

DEUTZ-Konzern: Operatives Ergebnis und EBIT-Rendite (vor Sondereffekten)

Grafik: Operatives Ergebnis und EBIT-Rendite vor Einmaleffekten

DEUTZ-Konzern: Operatives Ergebnis (EBIT) nach Quartalen (vor Sondereffekten)

Grafik: Operatives Ergebnis nach Quartalen

Ergebnisentwicklung

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2016 bei 114,2 Mio. €. Nach 112,2 Mio. € im Vorjahr betrug der Anstieg 2,0 Mio. €. Die EBITDA-Rendite hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 leicht auf 9,1 % verbessert (2015: 9,0 %).

Im vierten Quartal 2016 betrug das EBITDA 26,3 Mio. € und lag damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q4 2015: 26,6 Mio. €). Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 ist das EBITDA um 5,3 Mio. € gestiegen (Q3 2016: 21,0 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür war insbesondere das höhere Geschäftsvolumen.

Nach Abschreibungen betrug das operative Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres 23,4 Mio. €. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus gesunkenen Produktionskosten, deutlich geringeren Wertminderungen (2016: 1,5 Mio. €; 2015: 9,7 Mio. €) sowie einem Lizenzgeschäft im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Der Ergebnisbeitrag aus dem Lizenzgeschäft betrug 5,5 Mio. €. Positiv haben sich auch der Anstieg im Servicegeschäft sowie die ersten Effekte aus der Standortoptimierung ausgewirkt. Die EBIT-Rendite betrug im Geschäftsjahr 2016 1,9 % (2015: 0,4 %). Zu Beginn des Jahres waren wir von einem moderaten Anstieg der EBIT-Marge ausgegangen; unsere Prognose haben wir insofern erfüllt.

Im vierten Quartal 2016 lag das operative Ergebnis bei 3,7 Mio. € (Q3 2016: –1,0 Mio. €; Q4 2015: –5,7 Mio. €); dies entspricht einer EBIT-Rendite von 1,2 % (Q3 2016: –0,3 %; Q4 2015: –1,8 %).

Infolge der Steigerung unseres operativen Ergebnisses hat sich unsere interne Steuerungsgröße Return on Capital Employed (ROCE) 1) von 0,6 % im Vorjahr auf 3,1 % deutlich verbessert. Zu Beginn des Berichtsjahres waren wir von einem leichten Anstieg des ROCE gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 ausgegangen. Aufgrund der vorgenannten Effekte konnten wir diese Prognose übertreffen.

DEUTZ-Konzern: Übersicht zur Ertragslage    
  2016 2015
in Mio. €    
Umsatzerlöse 1.260,2 1.247,4
Umsatzkosten –1.041,6 –1.054,8
Forschungs- und Entwicklungskosten –77,5 –76,3
Vertriebs- und Verwaltungskosten –104,7 –104,8
Sonstige betriebliche Erträge 17,7 29,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –26,7 –30,6
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzanlagen –5,1 –6,3
Übriges Finanzergebnis 1,1 1,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 23,4 4,9
Zinsergebnis –3,5 –4,0
Ertragsteueraufwendungen –3,9 2,6
Konzernergebnis 16,0 3,5

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1.041,6 Mio. € (2015: 1.054,8 Mio. €); ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 13,2 Mio. € bzw. 1,3 %. Dies ist hauptsächlich auf gesunkene Materialaufwendungen, bedingt durch das geringere Absatzvolumen sowie eine höhere Kosteneffizienz, zurückzuführen. Die Bruttomarge 2) konnte von 15,4 % im Vorjahr auf 17,3 % im Berichtszeitraum gesteigert werden.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Berichtsjahr 77,5 Mio. € (2015: 76,3 Mio. €). Sie bestehen im Wesentlichen aus Personal- und Materialaufwendungen sowie Abschreibungen auf bereits fertiggestellte Entwicklungsprojekte. Vereinnahmte Investitionszuschüsse und aktivierte Entwicklungskosten werden mindernd berücksichtigt. Während geringere Abschreibungen auf fertiggestellte Entwicklungsprojekte kostensenkend wirkten, haben geringere Investitionszuschüsse sowie die deutlich niedrigere Aktivierungsquote zu dem leichten Anstieg von 1,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr geführt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtsjahr bei 17,7 Mio. €. Gegenüber dem Vergleichszeitraum beläuft sich der Rückgang auf 11,6 Mio. € (2015: 29,3 Mio. €). Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf gesunkene Fremdwährungsgewinne zurückzuführen, wobei auch die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bilanzierten Fremdwährungsverluste deutlich gesunken sind. Zudem beinhaltete der Vorjahreswert Erträge aus der Veräußerung der Anteile an der WEIFANG WEICHAI DEUTZ DIESEL ENGINE CO., LTD., Weifang (China), sowie einen Ertrag aus der Entkonsolidierung der DEUTZ Engine (China) Co., Ltd., Linyi (China).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 26,7 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Rückgang 3,9 Mio. € (2015: 30,6 Mio. €). Ausschlaggebend dafür waren deutlich geringere Fremdwährungsverluste. Gegenläufig wirkten vor allem höhere Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen. Außerdem beinhalteten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Verlust aus der Entkonsolidierung der Tochtergesellschaft DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd., Linyi (China), in Höhe von 1,4 Mio. €.

Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzanlagen

Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzanlagen hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 um 1,2 Mio. € auf –5,1 Mio. € leicht verbessert (2015: –6,3 Mio. €). Die Veränderung ist in erster Linie auf den Ergebnisbeitrag unseres chinesischen Joint Ventures DEUTZ (Dalian) Engine Co., Ltd. zurückzuführen. Weitere Informationen hierzu sind im Kapitel Internationale Joint Ventures zu finden.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis hat sich insbesondere aufgrund einer geringeren Kreditinanspruchnahme gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € auf –3,5 Mio. € verbessert (2015: –4,0 Mio. €).

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand betrug im Berichtsjahr 3,9 Mio. € nach einem Steuerertrag im Vorjahr von 2,6 Mio. €. Die originären Steueraufwendungen betrugen 9,3 Mio. €; ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,6 Mio. € (2015: 5,7 Mio. €). Dies ist insbesondere auf die Ergebnisverbesserung bei der DEUTZ AG zurückzuführen. Dem gegenüber standen latente Steuererträge in Höhe von 5,4 Mio. € (2015: 8,3 Mio. €). Diese resultieren hauptsächlich aus der Umkehr passiver Steuerlatenzen aus der Aktivierung von Entwicklungskosten nach IFRS.

Ergebnis je Aktie

Aufgrund des höheren operativen Ergebnisses ist das Konzernergebnis im Berichtszeitraum um 12,5 Mio. € auf 16,0 Mio. € gestiegen (2015: 3,5 Mio. €). Dies führte zu einem deutlich verbesserten Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,14 € (2015: 0,04 €).

1) Return on Capital Employed (ROCE): Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichem ­Capital Employed. Capital Employed: Bilanz­summe abzüglich Zahlungsmitteln und ­-äquivalenten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger kurz- und langfristiger Verbindlichkeiten basierend auf Durchschnittswerten von zwei Bilanzstichtagen.
2) Bruttomarge: Verhältnis von Umsatzerlösen abzüglich Umsatzkosten zu Umsatzerlösen (ohne Berücksichtigung von Abschreibungen auf Entwicklungsleistungen).