Vermögenslage

DEUTZ-Konzern: Übersicht zur Vermögenslage      
  31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
in Mio. €      
Langfristiges Vermögen 563,6 589,6 –26,0
Kurzfristiges Vermögen 495,7 498,1 –2,4
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,4 0,4
Vermögen gesamt 1.059,7 1.088,1 –28,4
       
Eigenkapital 491,1 495,6 –4,5
Langfristige Schulden 265,0 280,8 –15,8
Kurzfristige Schulden 303,6 311,7 –8,1
Eigenkapital und Schulden gesamt 1.059,7 1.088,1 –28,4
       
Working Capital (in Mio. €) 204,3 183,6 20,7
Working-Capital-Quote (Stichtag, in %) 16,2 14,7 1,5
Working-Capital-Quote (Durchschnitt, in %) 17,9 17,6 0,3
Eigenkapitalquote (in %) 46,3 45,5 0,8
 
Working Capital: Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Eigenkapital und Schulden gesamt.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte des DEUTZ-Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2016 563,6 Mio. € (31. Dezember 2015: 589,6 Mio. €). Der Rückgang in Höhe von 26,0 Mio. € ist hauptsächlich auf den gesunkenen Bestand an immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen. Insbesondere bei den aktivierten Entwicklungskosten lagen die Zugänge deutlich unter den planmäßigen Abschreibungen.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vorjahresvergleich um 2,4 Mio. € auf 495,7 Mio. € nur leicht vermindert (31. Dezember 2015: 498,1 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür waren der gesunkene Bestand an Zahlungsmitteln- und -äquivalenten sowie verminderte Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Dem gegenüber standen insbesondere stichtagsbedingt höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte.

DEUTZ-Konzern: Bilanzstruktur

Grafik: Bilanzstruktur

Working Capital

Das Working Capital ist zum 31. Dezember 2016 auf 204,3 Mio. € gestiegen (31. Dezember 2015: 183,6 Mio. €). Entscheidend dafür waren insbesondere stichtagsbedingt höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zudem haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bedingt durch gesunkene Bestellungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zum Ende des Geschäftsjahres verringert. Die Vorräte sind dagegen nur leicht angestiegen. Dem Rückgang bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen stand ein Anstieg bei den Fertigerzeugnissen gegenüber. Infolge des gestiegenen Working Capitals hat sich die Stichtagsquote zum 31. Dezember 2016 auf 16,2 % erhöht (31. Dezember 2015: 14,7 %). Auch die durchschnittliche Working-Capital-Quote 1) ist leicht gestiegen und lag zum Berichtsstichtag bei 17,9 % (31. Dezember 2015: 17,6 %). Unsere Prognose für die durchschnittliche Working-Capital-Quote von rund 17 % haben wir damit insbesondere aufgrund der höheren Bestände an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten leicht verfehlt.

Nicht bilanzierte immaterielle Werte

Neben den bilanzierten Vermögenswerten verfügt DEUTZ über weitere nicht bilanzierte Werte: So steht die Marke DEUTZ für hohe technologische Ansprüche, Qualität und Verlässlichkeit und ist eine feste Größe in der Welt der Gerätehersteller und -betreiber seit mehr als 150 Jahren. Zudem verfügt DEUTZ über werthaltige langjährige Kundenbeziehungen; insbesondere mit unseren Hauptkunden bestehen langfristige Kooperationsverträge.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2016 auf 491,1 Mio. € gesunken (31. Dezember 2015: 495,6 Mio. €). Entscheidend für den Rückgang in Höhe von 4,5 Mio. € war die Entwicklung der Minderheitsanteile am Eigenkapital infolge der Entkonsolidierung der DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd. in Linyi (China). Die Gesellschaft befindet sich derzeit in Auflösung und hat für den DEUTZ-Konzern keine operative oder strategische Bedeutung mehr. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde die Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 entkonsolidiert. Das den Aktionären der DEUTZ AG zustehende Konzerneigenkapital ist dagegen hauptsächlich durch den Konzerngewinn leicht gestiegen.

Die Eigenkapitalquote hat sich trotz des gesunkenen Eigenkapitals auf 46,3 % leicht erhöht (31. Dezember 2015: 45,5 %) und liegt damit weiterhin in dem von uns zu Beginn des Berichtsjahres prognostizierten Bereich von deutlich über 40 %.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden lagen zum 31. Dezember 2016 bei 265,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 280,8 Mio. €). Der Rückgang um 15,8 Mio. € ist im Wesentlichen auf gesunkene Finanzschulden zurückzuführen. Planmäßig wurden diese um 14,6 Mio. € auf 44,0 Mio. € zurückgeführt. Zudem haben sich die sonstigen Rückstellungen insbesondere bedingt durch die Entwicklung der Restrukturierungsrückstellungen verringert. Entsprechend dem erwarteten Verbrauch wurde ein Großteil der langfristigen Restrukturierungsrückstellungen dem kurzfristigen Teil zugeordnet.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden sind ebenfalls zurückgegangen. Nach 311,7 Mio. € zum 31. Dezember 2015 lagen sie zum 31. Dezember 2016 bei 303,6 Mio. €. Der Rückgang in Höhe von 8,1 Mio. € ist hauptsächlich auf geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2016 auf 1.059,7 Mio. € (31. Dezember 2015: 1.088,1 Mio. €).

1) Verhältnis des Working Capitals (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zum Stichtag zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate.