Umweltmanagmentsystem

Das Umweltmanagementsystem der DEUTZ AG, dessen Konformität mit der DIN EN ISO 14001 von der Zertifizierungsgesellschaft DNV GL 2016 erneut bestätigt wurde, beweist seine Wirksamkeit unter anderem dadurch, dass wichtige Aspekte wie zum Beispiel die Nachhaltigkeit bereits in der Planung von Arbeitsstätten berücksichtigt werden.

So erfolgte im Zuge der Verlagerung der Wellenfertigung vom Standort Köln-Deutz nach Köln-Porz die Zentralisierung der Kühlmittelversorgung, die bei der Zerspanung von Wellen mehrere Vorteile bietet: Durch die zentrale Steuerung der Anlage entfällt die Überwachung von vielen Einzelmaschinen. Die Haltbarkeit der Kühlschmierstoffe kann nun optimal ausgenutzt werden, wodurch Ressourcen geschont werden und die Erzeugung von gefährlichen Abfällen reduziert wird. Die ständige zentrale Überwachung von wichtigen Parametern des Kühlschmierstoffs gewährt zudem ein hohes Maß an Fertigungsqualität. Dies zahlt sich unmittelbar aus ökonomischer und ökologischer Sicht aus. Im laufenden Jahr rechnen wir mit einer Reduzierung des Fluidverbrauchs von 5 bis 10 %.

Interne Umwelt- und Energieaudits, die nach einem festgelegten Plan von einem Spezialisten-Team durchgeführt werden, tragen dazu bei, dass die begutachteten Prozesse konform mit den gesetzlichen Vorgaben sind und bereichsbezogene Ziele erfüllt werden. Hierzu trägt auch unser Umweltmanagementsystem bei, dessen Regelwerkkataster kontinuierlich aktualisiert und ausgewertet wird, um die Notwendigkeit von erforderlichen Prozessänderungen frühzeitig zu erkennen.

Im Berichtsjahr 2016 hat die DEUTZ AG mit der Implementierung der neuen Anforderungen begonnen, die sich aus dem risiko- und chancenbasierten Ansatz des Umweltmanagementsystems ISO 14001:2015 ergeben. Erste Ergebnisse, besonders die Beurteilung der Chancen, werden im Frühjahr 2017 Gegenstand der Begutachtung durch die externen Auditoren sein.

Senkung der Emissionen im Fokus

Die Bewertung der umweltbezogenen Prozesse hat ergeben, dass unsere vornehmlich durch den Betrieb der Motorenprüffelder in den Bereichen Entwicklung und Produktion erzeugten Emissionen eine hohe Umweltrelevanz besitzen. Um diese Auswirkungen besser bewerten zu können, betrachtet DEUTZ die Jahres-Gesamtemissionen des Treibhausgases CO2 sowie der Umweltschadstoffe Staub, Stickoxid und Benzol.

DEUTZ-Konzern: Jährliche CO2-Emissionen in unseren Werken 1)    
  2016 2015
in Tonnen    
CO2-Emissionen (Scope 1) 13.433 13.251
CO2-Emissionen (Scope 2) 51.315 51.070
CO2-Emissionen (Scope 3) 1.224 532
CO2-Emissionen (insgesamt) 65.972 64.853
 
Scope 1: durch Verbrennung in eigenen Anlagen erzeugte CO2-Emissionen.
Scope 2: CO2-Emissionen, die mit eingekaufter Energie (z. B. Elektrizität, Fernwärme) verbunden sind.
Scope 3: CO2-Emissionen aufgrund von Flugmeilen und Leihwagen.
1) Werke der DEUTZ-Gruppe ohne Joint Ventures.

In einer weiteren Betrachtung werden alle Kohlendioxidemissionen, die aus direktem oder indirektem Verbrauch von Energie entstehen, auf die produzierte Einheit des Berichtzeitraums bezogen:

DEUTZ-Konzern: Emissionen je Motor in unseren Werken 1)    
  2016 2015
Emissionen pro Motor    
Kohlendioxid (in kg) 470 460
Stickoxide (in kg) 0,22 0,128
Staub (in g) 2,7 2,6
Benzol (in mg) 2) < 85,0 44,8
 
1) CO2 in Werken des DEUTZ-Konzerns ohne Joint Ventures. Restliche Angaben in deutschen Werken.
2) Messunsicherheit übersteigt den gemessenen Wert um das Dreifache.

Die Kohlendioxidemissionen je Motor sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % leicht angestiegen. Das Ziel, die Kohlendioxidemissionen pro produzierte Einheit um 2,0 % zu senken, wurde somit nicht erreicht. Hintergrund ist, dass rund zwei Drittel der Prüfstandsemissionen durch den Forschungs- und Entwicklungsbereich verursacht werden und durch den Produktionsbereich nur rund ein Drittel. Mehr Dauerläufe zur Weiterentwicklung hubraumstärkerer Motoren und zur Verbesserung der Produktqualität haben den Anstieg verursacht. Letztlich tragen diese Tests jedoch auch dazu bei, dass unsere zukünftigen Motoren im Realbetrieb die Umwelt mit noch weniger Emissionen und CO2 belasten werden. Aus dem gleichen Grund sind auch die anderen Emissionen (Staub, Stickoxide und Benzol) je Motor im Berichtsjahr gestiegen, obwohl in der Motorenproduktion die Revisionsquote erfolgreich abgesenkt, die Prüfprogramme deutlich gestrafft und weiter standardisiert werden konnten.

Die modernen und leistungsfähigen Abgasnachbehandlungsanlagen der Produktionsprüffelder an den deutschen Standorten stellen sicher, dass die genehmigten Grenzwerte sicher eingehalten bzw. teilweise sehr deutlich unterschritten werden.