Ertragslage

DEUTZ AG: Übersicht zur Ertragslage    
  2016 2015
in Mio. €    
Umsatzerlöse 1.151,8 1.120,8 1)
Umsatzkosten –998,3 –978,0 1)
Forschungs- und Entwicklungskosten –45,0 –43,6
Vertriebs- und Verwaltungskosten –69,3 –70,3 1)
Sonstige betriebliche Erträge 37,7 38,6 1)
Sonstige betriebliche Aufwendungen –21,4 –35,9 1)
Beteiligungsergebnis 4,4 5,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 59,9 37,2 1)
Zinsergebnis –5,7 –8,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –8,6 –1,7
Sonstige Steuern –0,5 –0,5
Jahresergebnis 45,1 26,8
    
1) Mit der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf den Jahresabschluss der DEUTZ AG zum 31. Dezember 2016 wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der DEUTZ AG betrugen im Geschäftsjahr 2016 1.151,8 Mio. €; das ist ein Anstieg um 2,8 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 (1.120,8 Mio. €). Insbesondere die höhere Nachfrage in unseren größten Anwendungsbereichen Baumaschinen und Landtechnik war entscheidend für diese Entwicklung. Im Anwendungsbereich Baumaschinen ist der Umsatz um 8,3 % auf 346,0 Mio. € gestiegen (2015: 319,4 Mio. €). Der Bereich Landtechnik wuchs sogar um 12,3 % auf 177,0 Mio. € (2015: 157,6 Mio. €). Mit der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf den Jahresabschluss der DEUTZ AG zum 31. Dezember 2016 wurden Sachverhalte in Höhe von 1,8 Mio. €, die bisher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst waren, unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahreswert entsprechend um 2,2 Mio. € angepasst.

Regional betrachtet ist der Umsatz in der Region Asien/Pazifik deutlich um 17,2 % auf 132,6 Mio. € gestiegen. Auch in unserer größten Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) haben wir um 3,1 % auf 835,9 Mio. € zugelegt. In der Region Amerika gab der Umsatz dagegen um 5,5 % auf 184,2 Mio. € nach.

Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2016 hat die DEUTZ AG ein operatives Ergebnis (EBIT) von 59,9 Mio. € erwirtschaftet (2015: 37,2 Mio. €). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr beträgt 22,7 Mio. € und ist insbesondere auf geringere Aufwendungen aus der zinsbedingten Anpassung der Pensionsrückstellungen sowie die Wertaufholung unserer Forderungen gegenüber der Beteiligung Ad. Strüver KG zurückzuführen. Durch die Veräußerung des Erbbaurechts an einem nicht mehr zu Produktionszwecken genutzten Grundstück hat sich die Liquiditätslage der Gesellschaft deutlich verbessert, so dass die Forderungen wieder werthaltig wurden. Des Weiteren haben sich das höhere Geschäftsvolumen sowie geringere Materialkosten positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.

Vor Abschreibungen belief sich das operative Ergebnis der DEUTZ AG auf 105,6 Mio. €, nach 93,5 Mio. € im Vorjahr.

Umsatzkosten

Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Umsatzkosten der DEUTZ AG auf 998,3 Mio. € (2015: 978,0 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 20,3 Mio. € resultiert insbesondere aus volumenbedingt gestiegenen Materialaufwendungen. Die Bruttomarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 12,7 % auf 13,3 % verbessert. Da die Vorjahresangabe bei den Umsatzerlösen aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG angepasst wurde, sind aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit auch die Umsatzkosten des Vorjahres um 1,6 Mio. € nach oben angepasst worden. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten wurden entsprechend um 1,6 Mio. € vermindert.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. € auf 45,0 Mio. € nur unwesentlich erhöht (2015: 43,6 Mio. €). Die Forschungs- und Entwicklungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personal- und Materialaufwendungen. Vereinnahmte Investitionszuschüsse und aktivierte Entwicklungskosten werden mindernd berücksichtigt. Im Gegensatz zu den nach IFRS bilanzierten Entwicklungskosten im DEUTZ-Konzern werden von den nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) bilanzierten Entwicklungskosten nur diejenigen aktiviert, die auf Projekte entfallen, deren Beginn nach der erstmaligen Anwendung des BilMoG in der DEUTZ AG lag.

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten betrugen im Berichtsjahr 69,3 Mio. €; gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 ist dies ein leichter Rückgang in Höhe von 1,0 Mio. € (2015: 70,3 Mio. €). Die Entwicklung ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr einmalige Übergangskosten im Zusammenhang mit dem Wechsel des IT-Dienstleisters angefallen sind. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sind die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 6,3 % im Vorjahr auf 6,0 % im Berichtsjahr ebenfalls gesunken. Die Vorjahresangabe der Vertriebs- und Verwaltungskosten wurde im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilRUG zur besseren Vergleichbarkeit um 1,6 Mio. € vermindert.

Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2016 sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,9 Mio. € auf 37,7 Mio. € gesunken (2015: 38,6 Mio. €). Maßgeblich dafür waren insbesondere geringere Währungskursgewinne sowie der Wegfall der Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile an der WEIFANG WEICHAI DEUTZ DIESEL ENGINE CO., LTD. in Weifang (China), die im Vorjahr angefallen waren. Kompensiert wurden die Effekte durch die Wertaufholung unserer Forderungen gegenüber der Beteiligung Ad. Strüver KG. Mit der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf den Jahresabschluss der DEUTZ AG zum 31. Dezember 2016 wurden bisher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasste Sachverhalte unter Umsatzerlösen ausgewiesen. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahreswert der sonstigen betrieblichen Erträge entsprechend um 2,2 Mio. € angepasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Mio. € auf 21,4 Mio. € gesunken (2015: 35,9 Mio. €). Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus der deutlich geringeren Belastung durch die zinsbedingte Anpassung der Pensionsrückstellungen sowie aus Fremdwährungsgeschäften. Der im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Mio. € geringere Zinseffekt ist darauf zurückzuführen, dass in Umsetzung einer gesetzlichen Neuregelung im Geschäftsjahr 2016 zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erstmals nicht der 7-jährige, sondern der 10-jährige Durchschnittszins verwendet wird.

Mit der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf den Jahresabschluss der DEUTZ AG beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr die jährliche Zuführung des aus dem Übergang auf das BilMoG entstandenen Unterschiedsbetrags zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 2,3 Mio. €, die zuvor unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen wurde. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahreswert entsprechend angepasst.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,2 Mio. € auf 4,4 Mio. € gesunken (2015: 5,6 Mio. €). Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass das Beteiligungsergebnis im Vorjahr von einem Währungskursgewinn im Zusammenhang mit der Auflösung der Beteiligung DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. in Linyi (China) profitierte.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis lag im Berichtsjahr bei –5,7 Mio. € (2015: –8,2 Mio. €). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 2,5 Mio. € ist hauptsächlich auf gesunkene Zinsaufwendungen für Pensionen sowie die geringere Kreditinanspruchnahme zurückzuführen.

Ertragsteuern

Die Ertragssteueraufwendungen betrugen im Berichtsjahr 8,6 Mio. € (2015: 1,7 Mio. €). Davon entfielen 6,0 Mio. € (2015: 2,7 Mio. €) auf originäre Steueraufwendungen und 2,6 Mio. € (2015: Steuerertrag von 1,0 Mio. €) auf latente Steueraufwendungen. Die originären Steueraufwendungen sind insbesondere aufgrund der verbesserten Ertragslage gestiegen.

Jahresergebnis

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum insbesondere bedingt durch das stark verbesserte operative Ergebnis um 18,3 Mio. € auf 45,1 Mio. € deutlich erhöht (2015: 26,8 Mio. €). Zu Beginn des Jahres sind wir noch von einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr ausgegangen, so dass wir unsere Prognose damit übererfüllt haben. Insbesondere die Wertaufholung unserer Forderungen gegenüber der Beteiligung Ad. Strüver KG sowie die Veränderung des Zeitrahmens bei der Ermittlung des Durchschnittszinses zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen von sieben auf zehn Jahre führten zu der positiven Abweichung von der Prognose. Der aus dem positiven Effekt aus der Ermittlung des Durchschnittszinses resultierende Ergebnisbeitrag in Höhe von 10,4 Mio. € ist ausschüttungsgesperrt.

Auf Grundlage des positiven Jahresergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, aus dem Bilanzgewinn 8,5 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 0,07 € je Aktie zu verwenden.